Unsere Vereinschronik

2018

Mit unseren beiden Vorsitzenden Alexandra Ott und Katrin Pfeiffer erlebten wir ein interessantes Jahr und kamen in der Festsaison wieder ganz schön rum. Das geheime Highlight war die Teilnahme an der Bach-Challenge. Hierzu wurden wir vom TC Korb nominiert. Die Herausforderung? An einem Gewässer Musik machen und für einen karitativen Zweck spenden. Dazu ließen wir uns nicht zwei Mal bitten. So wurden einige Passanten Zeugen, als wir in Badehosen und unserer roten Uniformsweste an einen Ausläufer der Rems marschierten und im kühlen Nass einen Marsch spielten. Die Bilanz? Viel gute Laune und eine ordentliche Spendensumme für die Krebshilfe in Stuttgart.

2017

Die neu gegründeten „Notenchaoten“ konnten in 2017 gleich einen großen Erfolg landen. Nach nur wenigen Monaten erspielte das neu zusammengestellte Jugendorchester unter der Leitung von Katrin Pfeiffer beim Wertungsspiel in Geradstetten ein sehr gutes Ergebnis. Das Blasorchester widmete sich indessen intensiv der Filmmusik und präsentierte in der Remstalhalle mit seinem Konzert „Großes Kino 2“ eine umjubelte Fortsetzung.

2015

Zum Ende des Jahres startete der Musikverein eine neue Veranstaltung in Korb. Hatten die Musikerinnen und Musiker an Heiligabend zuvor immer Vereinsmitglieder daheim besucht und Weihnachtslieder gespielt, feierte im Dezember unser weihnachtliches Platzkonzert am vierten Advent seine Premiere.
Viele Besucher genossen den neuen Rahmen bei einer Tasse wärmendem Glühwein, sodass dieses Event auch heute noch einen festen Platz im Veranstaltungskalender besitzt.

2010

Unser Jubiläumsjahr bot ein volles Programm für alle Freunde und Mitglieder des Vereins, welches wir am 1. Januar mit einem Neujahrskonzert in der evangelischen Kirche eröffneten.
Den Festakt am 27. März umrahmte der Bergemer Musikverein. Nach dem Konzert saßen wir noch lange in der Halle und musizierten gemeinsam bis in den Morgen. Da hatte manch einer auch schon seinen Schlafanzug an.
Zu unserem Festumzug am 25. Juli kamen viele Vereine aus nah und fern. Zusammen mit dem Spielmannszug Wulften durften wir den Abschluss bilden und bei bestem Sonnenschein in der Brucknerstraße unter freiem Himmel feiern. Eine weitere Premiere gab es im August. Wir spielten zum ersten Mal ein Open Air Konzert in der Steinreinacher Ruine St. Wolfgang, wo wir heute noch alle drei Jahre konzertieren.
Zum Abschluss des 100-jährigen Geburtstags gab die „Korber Musikalische Verunsicherung“ zusammen mit dem Jugendorchester des Städtischen Orchesters Waiblingen ein Konzert: Zusammen musizieren, zusammen lachen, zusammen erleben.

Armin Wahl

2000

Als das neue Jahrtausend anbrach, übergab der 1. Vorsitzende Bernd Äckerle sein Amt an Karl-Heinz Oster. Nach 13 Jahren am Dirigentenpult legte Ludwig Hartmann den Taktstock nieder und wir fanden in Klaus Nübel einen passenden Nachfolger. Mit ihm konnten wir unser Repertoire stetig erweitern und herausragende Motto-Konzerte veranstalten. So schickten wir unsere Zuhörer auf „Eine Reise ins All“ (2004), gaben „Ein tierisches Konzert“ (2006), erzählten Fabeln und Märchen (2007) oder veranstalteten „Großes Kino“ (2008).
Für unsere Festsaison konnten wir uns mit einer eigenen Anlage besser ausrüsten und alles im neu erworbenen Anhänger transportieren. Von Wulften bis Dattenhausen bereisten wir von da an also auf mindestens sechs Rädern die Blasmusik-Republik.

1995

Die 90er Jahre – beim Musikverein gab es bewegende Veränderungen, die bis heute das Vereinsleben prägen. Ludwig Hartmann hatte sich als Dirigent eingelebt und ermöglichte zum ersten Mal die Teilnahme am Schützenfest in Wulften.
Wir reisten für das Alpenregion-Treffen nach Matrei und feierten den Beginn unserer Partnerschaft mit dem Bergemer Musikverein aus Grötzingen. Im Dezember 1995 umrahmten unsere neu gewonnen Musikfreunde von der Schwäbischen Alb die Einweihung unserer neuen Vereinsfahne. Uns verbinden bis heute unser eingeschneiter Bus nach einem Konzert, unangekündigte Überraschungsbesuche und gemeinsame Stunden bei so manchem Viertele. Erster wurde damals übrigens von einem Traktor vom Parkplatz gezogen, sodass uns Busfahrer Mirko wieder sicher ins Remstal bringen konnte.

1971

In den 70er Jahren wurde durch den Musikverein Korb-Steinreinach die Grundsteinlegung des Korber Hallenbads umrahmt. Das beliebte Gartenfest bei Karl Eurich wurde initiiert und 36 Musiker umrahmten die 700-Jahre-Feier der Gemeinde Korb. Nach der Teilnahme an einer Rundfunkaufnahme feierten wir 1976 das erste Mal unser Maifest. Zu diesem Zeitpunkt war auch das Korber Straßenfest erst zwei Jahre alt.
Nach elf Jahren als erster Vorsitzender wurde Karl-Heinz-Steichele 1984 von Bernd Äckerle abgelöst und gründete einige Jahre später die erste Flötengruppe: Ein wesentlicher Beitrag zu unserer Jugendarbeit, denn auf diese Weise lernen unsere Schüler noch heute das Einmaleins der Musik.

1947

Obwohl bei einem Lastwagenunfall 1934 neben zahlreichen Verletzten auch der Verlust der meisten Instrumente zu beklagen war, konnten dank der finanziellen Unterstützung durch Gemeinde und Korber Vereine neue Instrumente gekauft und somit der Zerfall des Musikvereins verhindert werden. 1935 wurde dem Verein die Organisation des 2. Bezirksmusikfestes übertragen. Eine große Ehre doch auch viel Arbeit. Somit kam es zum  Zusammenschluss beider Musikvereine.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Ernst Bubeck die Genehmigung, den Verein wieder offiziell ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Aus dem Krieg Heimkehrende gaben ihr Wissen an junge Musiker weiter, sodass bald wieder Auftritte in Rommelshausen und Schwaikheim stattfinden konnten. Die Arbeit zahlte sich aus und mit Dirigent Poppa konnte der wohl größte Erfolg in der Vereinsgeschichte erspielt werden: Der überragende 1. Rang beim Bundesmusikfest in Ravensburg mit 118 von 120 möglichen Punkten.

1920

Zehn Jahre nach Gründung des Musikvereins Steinreinach wollten auch die Korber Musikanten eine Kapelle gründen. Ende des Jahres trafen sich Emil Äckerle, Hermann Äckerle, Gotthilf Hadermann, Karl Heinrich, Emil Schäfer, Hermann Schäfer, Adolf Schwarz, Erwin Singer, Wilhelm Tochtermann und Karl Zaiser beim Bäckermüller. In der Gründungsversammlung wurde Hermann Schäfer zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter der Leitung von Hermann Sauer trat der Musikverein Korb bereits beim Bezirksmusikfest 1921 in der Stuttgarter Liederhalle auf.
Der musikalische Erfolg zeichnete sich von nun an auch bei den Korber Musikern ab. Bei den Wertungsspielen 1925 in Waiblingen, 1926 in Schwäbisch Gmünd, 1927 in Schorndorf und 1930 in Sulzbach (Murr) gelang es, vordere Plätze zu erspielen. Nicht umsonst wurden sie eingeladen, das Turn- und Sportfest in Stuttgart-Birkach drei Tage musikalisch zu umrahmen. Als Dirigent konnte 1924 der Waiblinger Hermann Koch gewonnen werden. 13 Jahre lang leitete er die Kapelle, bis auf Grund der Wirtschaftskrise in den dreißiger Jahren nur noch eine gelegentliche Inanspruchnahme möglich war und auch der Beitragssatz geändert werden musste.

1909

Die Wurzeln unseres Vereins reichen zurück bis in das Jahr 1909. Vier Steinreinacher Musiker wollten damals im Reich der Töne das Schöne suchen und beschlossen, zusammen zu musizieren. In der Gaststätte Lamm trafen sich die Männer, um gemeinsam zu musizieren. Dies kam so gut an, dass sich weitere Interessenten meldeten.
Im Folgejahr war es dann endlich amtlich. Paul Hermann, Paul Heinrich, Karl Steinbrenner, Paul Schwegler, Gustav Kaiser, Karl Uetz, Ernst Steinbrenner, Ernst Häussermann, August Heinrich, Karl Heinrich, Paul Hellerich, Hermann Schick, Paul Singer und Adolf Zerrer gründeten den Steinreinacher Musikverein.
Bekanntheit und Größe der Kapelle wuchsen schnell, denn die Blasmusik war bei Hochzeiten und Festen allerseits beliebt. Selbst durch den Ersten Weltkrieg konnte diese Zuneigung nicht getrübt werden. Viele Musiker wurden eingezogen und kehrten von den Schlachtfeldern nicht zurück. Doch die Musikerkameraden hielten den Verein am Leben und probten fleißig.